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Aceton (Ketonkörper)
Stoffwechselprodukt, das bei Diabetikern in Blut und Urin auftritt.

Adipositas
Übergewicht

Angiopathie
Eine Gefäßkrankheit, man unterscheidet zwischen Micro- und Macroangiopathien.

Antagonist
Gegenspieler. Viele Körperfunktionen werden durch zwei entgegengesetzt wirkende Stoffe oder Mechanismen im Gleichgewicht gehalten. Z.B. Streck- und Beugemuskeln oder Insulin und Glucagon.

Apoplexie (Schlaganfall)
Ausgelöst durch den Verschluß einer Hirnarterie. Ist eine mögliche Folge einer Macroangiopathie

BE
Abk. für Broteinheit

Blutzuckerprofil
Die durch Messungen bestimmten Änderungen des Blutzuckerspiegels im Laufe eines Tages. Ein Blutzucker-Profil besteht aus 4 Messungen: 1× nüchtern und 3× nach dem Essen.

Blutzuckerspiegel
Die Konzentration von Glucose im Blut.

Botenstoff
s. Hormon

Broteinheit (BE)
Maßeinheit für den Kohlenhydratgehalt von Lebensmitteln. Eine Broteinheit sind 12g verwertbarer Kohlenhydrate, entsprechend etwa einer halben Scheibe Brot.

Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
Krankheit des (Kohlenhydrat)stoffwechsels

Fruchtzucker
s. Fructose

Fructose (Fruchtzucker)
Ein leicht verdaulicher Zucker, der vom Körper aber nicht direkt zur Energiegewinnung genutzt werden kann.

Glomerulosklerose
Microangiopathie der Glomeruluskapillaren in der Niere.

Glucagon
Antagonist des Insulins. Das von den Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse gebildete Glucagon mobilisiert körpereigene Energiereserven. Durch seine Wirkung wird Glycogen aus den Speichern in Muskeln und Leber zu Glucose abgebaut, die dann dem Körper über den Blutkreislauf zur Energiegewinnung zur Verfügung steht. Wird die Glucose durch die Körperaktivitäten nicht sofort verbraucht oder kann mangels Insulin von den Zellen nicht aufgenommen werden, steigt infolgedessen der Blutzuckerspiegel an.

Glucose (Traubenzucker)
Ein leicht verdaulicher Zucker, der vom Körper direkt zur Energiegewinnung genutzt werden kann.

Glycogen
Durch Glucagon kurzfristig mobilisierbares Reservekohlenhydrat des Körpers. Es findet sich in Muskeln und Leber.

Hormon (Botenstoff)
Vom Körper in häufig nur geringer Menge gebildeter Stoff, der zur chemischen Nachrichtenübertragung dient. Dazu docken seine Moleküle an spezifische Rezeptoren.

Hyperglykämie
Überzuckerung, d.h. ein zu hoher Blutzuckerspiegel.

Hypertriglyceridämie
Risikofaktor für Schäden der Blutgefäße

Hypoglykämie
Unterzuckerung, d.h. ein zu niedriger Blutzuckerspiegel.

Insulin
Hormon, das den Körperzellen die Aufnahme von Glucose ermöglicht.

Insulinpflicht
Ein Diabetiker ist insulinpflichtig, wenn sein Blutzuckerspiegel nicht mehr ohne Spritzen von Insulin regulierbar ist.

Insulinresistenz
Insulinresistenz liegt vor, wenn ein insulinpflichtiger Patient mit Diabetes mellitus mehr als 200 IE/Tag an Insulin zur Stoffwechseleinstellung benötigt.

Ketoazidotisches Koma
Längerdauernde tiefe Bewußtlosigkeit, die durch äußere Reize nicht unterbrochen werden kann, hervorgerufen durch extreme Glucoseverwertungsstörungen, bei denen Ketonkörper gebildet werden.

Ketonkörper
s. Aceton

Kohlenhydrate
Eine Gruppe miteinander verwandter chemischer Verbindungen, die einen wesentlichen und wichtigen Teil unserer Ernährung bildet. Sie dienen dem Körper hauptsächlich als Energiequelle. Man unterscheidet die schnell verwertbaren K. wie z.B. Zucker, Traubenzucker oder Fruchtzucker und langsam oder nur schlecht verwertbare K. wie Stärke und Zellulose.

Langerhanssche Inseln
Zellen der Bauchspeicheldrüse, in denen das Insulin gebildet wird. Benannt nach Paul Langerhans (*25.05.1820 +21.06.1909)

Macroangiopathie
Angiopathie mittlerer und großer Blutgefäße, Arteriosklerose.

Metabolisches Syndrom
Vorstufe des Typ-2-Diabetes mellitus. Es ist durch eine offenbar vererbte Insulinresistenz von Muskeln und Leber gekennzeichnet. Dazu kommt dann oft eine erworbene Insulinresistenz infolge Übergewicht und Bewegungsarmut. Um diese Unempfindlichkeit gegenüber dem körpereigenen Insulin auszugleichen, wird von der Bauchspeicheldrüse mehr Insulin ausgeschüttet. Der erhöhte Insulinspiegel (Hyperinsulinämie) wiederum fördert über andere Mechanismen die Entstehung eines Bluthochdrucks und bewirkt auch eine Fettstoffwechselstörung.

Microangiopathie
Angiopathie kleiner Kapillargefäße, z.B.: Retinopathie oder Glomerulosklerose

Neuropathie
(diabetische) Nervenschädigung, Schmerz- und Temperaturempfindlichkeit sind herabgesetzt. Häufig ist bei Diabetikern der Fuß betroffen.

Polydipsie
Abnorm gesteigerte Durstempfindung mit entsprechend erhöhter Flüssigkeitsaufnahme.

Polyurie
Abscheidung abnorm erhöhter Harnmengen.

Retinopathie
Microangiopathie der Netzhaut des Auges.

Rezeptor
Platz auf der Oberfläche von Zellen, an den ein bestimmtes Molekül gekoppelt werden kann, was dann eine bestimmte Wirkung zeitigt.

Saccharose (Zucker)
Der in unseren Lebensmitteln häufigste Zucker. Er wird bei der Verdauung rasch in gleiche Teile Glucose und Fructose zerlegt.

Spritz-Eß-Abstand
Die zwischen dem Spritzen von Insulin und einer Mahlzeit einzuhaltende Wartezeit.

Stoffwechsel
Um- und Abbau der vom Körper aufgenommenen Stoffe (Nahrung, Wasser, Luftsauerstoff) zur Energiegewinnung und zum Aufbau körpereigener Stoffe.

Sulfonylharnstoffe
Eine Medikamentengruppe für Typ 2-Diabetiker, welche die körpereigene Insulinausschüttung steigern.

Syndrom X
s. Metabolisches Syndrom

Traubenzucker
s.Glucose

Typ 1
Diabetes mellitus, der durch eine unzureichende Insulinproduktion verursacht wird.

Typ 2
Diabetes mellitus, der durch eine unzureichende Insulinwirkung verursacht wird.

U40 / U100
Zwei gebräuchliche Insulinkonzentrationen in Spritzlösungen.

Zucker
a) Übliche Kurzbezeichnung für den Rohr- oder Rübenzucker (=Saccharose)
b) Oberbegriff für verschiedene kurzkettige Kohlenhydrate. Z.B. Traubenzucker, Fruchtzucker
c) Umgangssprachliche Bezeichnung der Zuckerkrankheit

Zuckerkrankheit
s. Diabetes Mellitus

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